Asye S. Eingemauert. In mir.
Schauspiel von Wolfgang Vincke - Inszenierung: Reza Jafari

„Ich bin tot, Mutter, in mir, schon so lange tot.“ Asye S., in einem kleinen Dorf in Mittelanatolien geboren, verbrachte ihre Kindheit trostlos bei verschiedenen Stiefmüttern – bis ihre Mutter sie im Alter von neun Jahren nach Deutschland holte. Mit 15 Jahren von ihrem späteren Ehemann entführt und zur Heirat gezwungen, lässt Asye in einem fiktiven Gespräch mit ihrer Mutter ihr Leben durch einen traumartigen Bewusstseinsstrom fließen.

Authentischer Hintergrund des Stücks ist die Lebensgeschichte von Asye S., deren Name und Identität aus Gründen ihrer persönlichen Sicherheit und der Sicherheit ihrer Familie anonym bleiben.

Die Textgrundlage zum Stück wurde mit dem TORSO-Literaturpreis 2005 ausgezeichnet. „Die Sprache, ein assoziierendes, manchmal atemlos stockendes und repetierendes Kontinuum eindringlicher Schilderungen“ (Hermann Wenzel, TORSO Literaturzeitschrift).

Wir spielten "Asye S. Eingemauert. In mir." in der Spielzeit 2005/2006 im Bürgerzentrum St. Fronleichnam und im Theater 99.

Presseecho